Zeit aktiv zu werden

Aktion des Monats

Öko-Strom beziehen

Den Stromvertrag bei den Atomkonzernen einfach kündigen - dazu haben die Umweltverbände nach der Entscheidung der Bundesregierung, die Laufzeiten der AKWs zu verlängern, aufgerufen. Machen Sie mit!

ganzen Artikel lesen
Login:
Passwort:

Passwort vergessen?

Aktion des Monats: Die Klima-Schonkost

Erzeugt werden die Treibhausgase bei der Erzeugung und Verpackung, beim Transport, der Lagerung sowie beim Zubereiten von Lebensmitteln. Die Höhe der umweltschädlichen Emissionen fällt je nach Lebensmittelgruppe unterschiedlich aus. Am stärksten belasten tierische Lebensmittel das Klima. Frisches Gemüse – sofern es sich nicht um Vitaminhaltiges aus beheizten Gewächshäusern handelt – weist hingegen eine vergleichsweise günstige CO2-Bilanz auf. Dass bei der Produktion von Fleisch besonders viel Treibhausgase entstehen, hat verschiedene Ursachen: Zum einen ist viel Energie notwendig, um die Futtermengen zu erzeugen, die die Tiere zu sich nehmen, bevor es zum Schlachthof geht. Zum anderen scheiden Kühe, Rinder und andere Nutztiere reichlich klimaschädliches Methan und Lachgas aus.

Das Klima nicht mehr länger unterbuttern
Spitzenreiter unter den CO2-Erzeugern bei Lebensmitteln ist die Butter. Mit 23.800 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilogramm rangiert sie sogar noch deutlich vor Rindfleisch, das immerhin 12.300 Gramm verursacht. Bei Milch sieht es schon besser aus: Pro Kilogramm entstehen "nur" 950 Gramm CO2. Insgesamt tragen Milchprodukte umso mehr zum Treibhauseffekt bei, je höher ihr Fettgehalt ist. Der Grund: Je mehr Fett in einem Produkt enthalten ist, desto mehr Milch ist für die Herstellung notwendig. Und je mehr Milch erzeugt werden muss, desto mehr Kühe stehen eben auf den Weiden und geben ihre Methan-Pupser an die Atmosphäre ab. Die Umweltbilanz von Bio-Lebensmitteln fällt insgesamt etwas günstiger aus als bei Lebensmitteln aus konventionellem Anbau. Der Grund:  Bio-Bauern verzichten unter anderem auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln, deren Herstellung sehr energieintensiv ist.

Welcher Ernährungstyp sind Sie?
Große Unterschiede in der CO2-Bilanz gibt es nicht nur bei den unterschiedlichen Arten von Nahrungsmitteln. Auch der individuelle Ernährungsweise spielt eine große Rolle, haben Ulrike Eberle und Doris Hayn von Öko-Institut herausgefunden. Wer Zuhause lustlos und schnell etwas zusammenkocht, erzeugt durchschnittlich rund 1,8 Tonnen CO2 im Jahr. Ein passionierter Fast-Food-Esser, der statt frischem Obst und Gemüse lieber Fleisch und Fertiggerichte konsumiert, verursacht hingegen fast 2,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich.

Wie Sie Ihre persönliche Klima-Bilanz aufbessern ...
Folgende Tipps tragen zur Reduzierung von CO2 in Sachen Ernährung bei: 
Tipp 1:
Kaufen Sie öfter frisches, saisonales Obst und Gemüse aus der Region ein. Bereiten Sie daraus knackige, vitaminreiche Salate zu, lassen Sie den Herd ausgeschaltet.
Tipp2: 
Essen Sie weniger Fleisch. Keine Angst, deshalb müssen Sie nicht gleich zum Asketen werden. Auch vegetarische Gerichte sind delikat und sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan. Und mit den CO2-Emissionen purzeln auch gleichzeitig die Cholesterin-Werte. Wie wäre es zum Beispiel mit warmen Ziegenkäse und Preiselbeeren oder einem leckeren Selleriekotelett?
Tipp 3: Ersetzen Sie die Butter auf Brot und Brötchen durch eine Schicht Frischkäse. Das spart nicht nur Treibhausgase ein, sondern auch überflüssige Kalorien. Obendrein schmeckts! 

Sie halten nichts von Radikalkuren und fürchten den Jo-Jo-Effekt? 
Wenn Sie mehr auf Nachhaltigkeit setzen, können Sie auch in folgender Weise zur Schonkost fürs Klima beitragen: 


Kaufen Sie öfter Bio-Lebensmittel.

Verzichten Sie auf Lebensmittel, die in beheizten Gewächshäusern produziert werden und lange Transportwege haben.

Kaufen Sie Lebensmittel in Mehrwegverpackungen statt im Tetra-Pack oder – noch besser – unverpackte Nahrungsmittel.

Überfrachten Sie Ihr Kühlfach nicht mit Pizzas, Speiseeis und anderen Tiefkühlprodukten.

Greifen Sie bei den Milchprodukten statt zu Rahm- und Doppelfettstufen öfter mal zu Mager-, Viertelfett- oder Halbfettstufen.

Ersetzen Sie zum Beispiel auf Ihrem Speiseplan Fisch aus dem Tiefkühlfach durch frischen Fisch.

Und: Fahren Sie öfter mit dem Fahrrad zum Einkaufen. 

Wie ernähren Sie sich? Welche Erfahrungen haben Sie mit der Vermeidung von Klimakillern gemacht? Schreiben Sie einen Erfahrungsbericht. 

   



Hier geht es zur Registrierung