Greenwasher: Was der WWF verschweigt
2011-06-25: Eine aufrüttelnde Dokumentation über die dubiosen Verwicklungen des WWF in Wirtschaft und Politik hat das ganze Ausmaß der Bigotterie des Panda-Vereins gezeigt. Bis zum 30 Juni 2011 kann man die Dokumentation aber noch in der ARD-Mediathek nachsehen: http://bit.ly/jZhAR9. Die wichtigsten Kritikpunkte hat die Süddeutsche Zeitung hier zusammengefasst: http://bit.ly/mQksuS
Leider lief er Film des mehrfachen Grimme-Preisträgers Wilfried Huismann in der vergangenen Woche zu einer Sendezeit, zu der kaum noch jemand zuschaute.
Leider lief er Film des mehrfachen Grimme-Preisträgers Wilfried Huismann in der vergangenen Woche zu einer Sendezeit, zu der kaum noch jemand zuschaute.
Noch einen draufgesetzt hat der Medienanwalt Markus Kompa in seinem Blogbeitrag, in dem er an die unrühmlichen Verstrickungen des ehemaligen SS-Mitglieds und WWF-Gründers Prinz Bernhard der Niederlande erinnerte. Denn fast vergessen ist, dass er den WWF auch dazu benutzt haben soll, Zahlungen an Söldner zu verschleiern, die Anschläge auf den ANC durchführen sollten. Der ANC kämpfte einst gegen das südafrikanische Apartheitsregime: http://bit.ly/j76h0F
Einige der Vorwürfe gegen den WWF sind seit langem bekannt. Es gelang aber immer wieder, sie unter den Tisch zu kehren. Kompa beispielsweise konnte sich auf Wikimedia und damalige Quellen beziehen: http://bit.ly/iEOCPt
Bereits 2008 zeigte die Studie "Agroenergie in Lateinamerika", erstellt von Brot-für-die-Welt und dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V., die enge Interessensverbindung zwischen WWF und der Agroindustrie auf: http://bit.ly/ifsMJJ. Auch die Sendung Monitor in der ARD hat den WWF schon früher kritisiert: http://bit.ly/lQblhw
Der WWF hat dem nur wenig entgegen zu setzten. Zwar korrigierte sich der WDR in zwei Punkten (http://bit.ly/m2riXu), konnte den Film dann aber doch mit nur marginalen Änderungen senden. Derart kritische Filme werden in den Redaktionen nachrecherchiert und auch die Justitiare der Sender prüfen sie auf Herz und Nieren.
So versucht sich der WWF denn auf den eigenen Webseiten mit Gegenpropaganda: http://bit.ly/mQdtxD. Doch wenn man die Formulierungen der Argumente wirklich genau liest, dann merkt man schnell, wie er sich windet. Das haben auch viele Unterstützer des WWF gemerkt und konfrontieren die Vereinsfunktionäre mit ihren eigenen widersprüchlichen Aussagen auf der WWF-Diskussionsseite: http://bit.ly/j1TBvD. Immerhin: Der WWF lässt die Diskussion offenbar unzensiert zu. Was bleibt ihm auch anderes übrig?
Weitere erhellende Informationen auf den Seiten der ARD, darunter auch ein Interview mit Eberhard Brandes, dem Geschäftsführer des WWF Deutschland: http://bit.ly/kol08A
Neo Nordin

